Anpassungsstörungen und Lebenskrisen

Wer einer ungewöhnliche belastenden Veränderung seiner Lebenssituation ausgesetzt ist, begegnet dieser mit starken Gefühlen wie Angst und Unsicherheit, Zweifel und Sorgen oder Niedergeschlagenheit und Wut.

Zu den belastenden Ereignissen zählen Verlusterlebnisse, Erkrankungen und traumatische Erfahrungen. Aber auch eigentlich als positiv geltende Ereignisse wie Umzüge, Hochzeit, Beförderungen oder Geburten können von einzelnen Personen als Umbruchsituationen erlebt werden. Alle Ereignisse bedeuten eine Veränderung der bisherigen Lebensumstände und bringen Verunsicherung und Hilflosigkeit mit sich.

Zur Bewältigung bedarf es der Neuorientierung und Neuausrichtung bislang funktionierender Denk- oder Verhaltensweisen. Gelingt dies innerhalb von sechs Monaten nicht und manifestiert sich das seelische Ungleichgewicht, so spricht man von einer Anpassungsstörung oder Lebenskrise.

Zugrunde liegende Texte:

  • Hoffmann N., Hofmann B. (2008). Anpassungsstörung und Lebenskrise, 1. Auflage, Weinheim, Basel: Beltz Verlag