Psychotherapie

Wenn Verhaltensstörungen oder Leidenszustände soweit anwachsen, dass sie die Betroffenen in der Ausübung ihres Berufes, in der Gestaltung ihres Lebensalltags oder in ihrer Lebensqualität in einem solchen Maße einschränken, dass sie einen Krankheitswert annehmen, so kann eine Psychotherapie vom behandelnden Arzt empfohlen werden. Depressionen, Angststörungen wie Panikattacken und Zwänge, Anpassungsstörungen oder Persönlichkeitsstörungen und Magersucht sind Beispiele für solche psychischen Erkrankungen. In einem solchen Fall kann Psychotherapie angezeigt sein.

Eine Finanzierung findet allerdings nur dann statt, wenn einerseits ein unabhängiger Gutachter den Krankheitswert und den prognostizierten Erfolg mittels Psychotherapie bestätigt, und andererseits das Psychotherapieverfahren ein von den Krankenkassen anerkanntes Verfahren ist und bei einem Vertragspartner der Krankenkassen durchgeführt wird.

Zur Zeit sind drei Psychotherapieverfahren in Deutschland als Richtlinienverfahren anerkannt:

  • die Psychoanalyse
  • die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie
  • die Verhaltenstherapie

Die einzelnen Verfahren legen unterschiedliche Erklärungsmodelle zur Krankheitsentstehung und Entwicklung zugrunde. Deshalb verfolgen sie unterschiedliche Behandlungsansätze und Methoden zur Lösung der vorliegenden Problematik. Die beiden psychoanalytisch orientierten Verfahren dienen der Aufdeckung und Bearbeitung unbewusster Konflikte, die zur Krankheitsentwicklung geführt haben.
Die Verhaltenstherapie dagegen orientiert sich am vordergründigen Krankheitssymptom und versucht, dieses durch Verhaltens- oder Denkstiländerungen zu kontrollieren. Der Patient soll zum Spezialist der eigenen Erkrankung werden und Möglichkeiten zur Symptom- und Problembewältigung erlernen.

Anerkennung als Psychotherapeut

Das Psychotherapeutengesetz (PsychThG) regelt seit 1999 die Ausübung von Psychotherapie in Deutschland. Als approbierter Psychologischer Psychotherapeut gemäß PsychThG bin ich berechtigt, Psychotherapie durchzuführen. Ich arbeite hauptsächlich verhaltenstherapeutisch.

Da ich keine Vertragspartnerin der Krankenkassen bin, kann die Abrechnung nur privat erfolgen.